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Training am 15.04.2018

...am 15.04.2018 traf sich die Zughundegruppe zum Training am Reitgelände in Singhofen. Einige große Hunde aus der Gegend und von weiter weg waren unter den Teilnehmern - 2 Landseer, 3 Pyrenäenberghunde, eine art schwarzer Pyrenäenberghund, ein King Charles Spaniel und ein Mops/King Charles Jüngling. Lehmann kam mit Herrchen extra aus dem Kölner Raum um in Geselligkeit etwas Auslastung zu erfahren. Nach letzten Pipi Schnellrunden im Wald ging es los mit ein bisschen Unterordnung und Zusammenkommen, um dann zum Anspannen überzugehen. Bollerwagen und ein Trike wurden bereit gemacht und wir zogen im wahrsten Sinne des Worte los in den Wald. Auch wenn wir Stangen und Pylonen dabei hatten um Wende, Kurve und Slalom zu trainieren, haben wir diesmal einfach ein 'freies Training' gemacht und sind ein Stück in den Wald gezogen und wieder zurück. Wie immer war es schön anzusehen, wie die Fellnasen sich in ihre 'Arbeit' stürzten. Wieder zurück gab es noch ein nettes Beisammensein mit Muffins und Kaffee - ein Gespräch mit dem Vorstand vom Reitverein und ein paar Einblicke in die Zukunuftsplanung - neugierig geworden? Sei beim nächsten Mal dabei :-)

Anbei einige Dateien zum Herunterladen:

Anträge Aufnahmeantrag
   
   
Prüfungsordnung PO
   
   
   
Satzung Satzung

 

 

Terminplan 2018:

04.03.2018: Spaziergang ab Weißler Höhe Oberfischbach zum Gasthaus Gemmer in Rettert

18.03.2018: Training in Singhofen - #ausgefallen

08.04.2018: Spaziergang Bad Ems --- Nievern Biergarten

15.04.2018: Training um 15.00 Uhr, Reitanlage Singhofen

06.05.2018: Spaziergang zur Plätzer Mühle Obertiefenbach

27.05.2018: Training 15.00 Uhr Reitanlage Singhofen

03.06.2018: Spaziergang im Rheingau

17.06.2018: Sommerfest

 

    Tierschutzverein Koblenz und Umgebung e.V.
    Zaunheimer Str. 26
    56072 Koblenz

01.07.2018: Pohler Waldfest

15.07.2018: Training 15.00 Uhr voraussichtlich Reitanlage Singhofen

05.08.2018: Spaziergang Altendiez

19.08.2018: Training 15.00 Uhr voraussichtlich Reitanlage Singhofen (10 – jähriges Jubiläum des Vereins

02.09.2018: Spaziergang Neroberg Wiesbaden

16.09.2018: Training 15.00 Uhr voraussichtlich Reitanlage Singhofen

07.10.2018: Spaziergang Diez – Balduinstein

21.10.2018: Training 15.00 Uhr voraussichtlich Reitanlage Singhofen

04.11.2018: Spaziergang am Laacher See

18.11.2018: Training 15.00 Uhr voraussichtlich Reitanlage Singhofen

09.12.2018: Weihnachtsfeier in der Dörsbachhöhe in Herold

 

 

Unsere Gruppentrainings finden zur Zeit zweimal monatlich statt. Zu diesen Terminen sind auch Nichtmitglieder herzlich willkommen, um Anmeldung (s. »Kontakt)  wird gebeten:

Wann?  Was?  Wo?
1. Sonntag im Monat (i.d.R. Wanderung)

und

3. Sonntag im Monat (i.d.R. Training) , ab 14:00  (während der Sommerzeit ab 15:00)    

14:00 - Vorbesprechung

14:15 - Unbefangenheitstraining
14:45 - Gruppentraining 'Parcours'
          - Anfängertraining          ( »Anmeldung erforderlich )
16:00 - Ziehen » Reitsportanlage Singhofen (bitte per Anfrage sicherstellen wo es genau stattfindet)

Was machen wir eigentlich? ...

Beim Begriff 'Zughunde' wird wahrscheinlich jeder zunächst einmal Bilder von meist nordischen Hunderassen wie Huskies oder Samojeden vor seinem geistigen Auge sehen, die Hundeschlitten durch tief verschneite Landschaften ziehen. Vielleicht hatte der ein oder andere auch schon einmal die Gelegenheit, in unseren Breiten eine Schlittenhundveranstaltung - sollte der Schnee einmal nicht reichen, wird dabei dann mit vierrädrigen Wagen oder Rollern gefahren - zu besuchen und sich von der dort herrschenden Atmosphäre anstecken zu lassen.

Aber, es geht auch anders, vielleicht für den Zuschauer nicht ganz so spektakulär, dafür aber meist etwas ruhiger. Auch bei uns wurden seit dem Mittelalter bis weit hinein in das 20.Jahrhundert Hunde zum Ziehen von Lasten eingesetzt. Bei diesen Hunden handelte es sich meist um große, kräftige Hunde, die in der Lage waren, alleine oder zu zweit schwere Wagen zu ziehen.
Nachdem diese Zughunde fast in Vergessenheit geraden waren, finden sich in den letzten Jahren immer mehr Hundehalter, welche die Zughundearbeit als Hobby und Möglichkeit der artgerechten Beschäftigung mit dem Hund wieder aufgreifen.

 
Unsere Trainingsausrüstung:

    - "Doppellonge"
    - einachsiger Übungswagen, mit ein oder zwei Zugstangen
    - Bollerwagen
    - Sacco-Cart

... wie machen wir es ? ...

Im Gegensatz zu den in früheren Zeiten eingesetzten Zughunden, sehen wir in unseren Hunden kein Nutztier mehr, welches uns hilft den Lebensunterhalt zu bestreiten, sondern der Hund hat die Funktion eines Kameraden, mit dem wir gemeinsam unsere Freizeit nutzen wollen. Dies bedeutet für unsere Zughundearbeit, dass wir selbstverständlich Zuggeschirre und -stangen benutzen, die der Anatomie des Hundes angepasst sind und von unseren Hunden keine Leistung abverlangen, die diese nicht freiwillig und freudig erbringen. Wir sind davon überzeugt, dass ein Hund nicht gezwungen werden kann, einen Wagen zu ziehen, und dass deshalb Trainingsmethoden notwendig sind, die Zwang durch positive Motivation ersetzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf einem behutsames 'Einfahren', dem Gewöhnen des Hundes an Zuggeschirr, -stange und Wagen.
Die einzelnen Trainingsblöcke, insbesondere für wenig erfahrene Hunde dauern bei uns nur wenige Minuten, da, obwohl die physische Belastung durch dieses Training eher gering ist, der Hund durch die ihm abverlangte Konzentration stark ermüdet.

Wir setzen im Rahmen unseres Trainings zur Zeit ausschließlich Pulkageschirre und die dazugehörigen Zugbügel ein. Diese Zugbügel haben den Vorteil, dass sie sehr leicht sind und der Hund auch ohne angehängten Wagen an Zugstange und Geschirr gewöhnt werden kann. Dadurch können die Hunde unbelastet durch das Gewicht und den Widerstand des Wagens behutsam an das 'Ziehen' herangeführt werden und beispielsweise auch die Kommandos "rechts", "links", "stop" und "zieh" erlernen.
Desweiteren bieten Zugbügel den Vorteil, dass bei Bremsmanövern oder auf abschüssigen Strecken der gezogene Wagen nicht auf den Hund auflaufen kann, was für die Hunde eine Verletzungsgefahr darstellen würde. Auch können die Hunde im Zugbügel besser kontrolliert werden und, beispielsweise in unwegsamen Gelände, kann der Hundeführer den Hund durch Ziehen am Bügel sogar bei der Zugarbeit unterstützen.

 

... und welche Hunde sind dazu geeignet?

Grundsätzlich können alle Hunde, die eine gewisse Größe haben, mit Zugbügeln geführt werden. Als Richtwert gilt für uns  eine Widerristhöhe von ca. 50 cm. Da es grundsätzlich günstiger ist, wenn die Ausbildung eines Hundes schon frühzeitig begonnen wird, können am Training selbst auch schon Junghunde ab einem Alter von neun Monaten teilnehmen. Selbstverständlich muss darauf geachtet werden die Belastung von jüngeren Hunden immer deren Entwicklungsstand anzupassen. Auch für Hunde mit HD (=Hüftgelenkdysplasie) ist Zughundearbeit grundsätzlich möglich, da durch das Ziehen die Muskulatur der Hinterhand gefördert wird. Bei Hunden mit HD oder anderen Skeletterkrankungen sollte aber in jedem Falle vorab ein Tierarzt konsultiert werden.

Auf einen Aspekt der Zughundearbeit sei abschließend noch hingewiesen: Spaziergänger, Kinder, Jogger, Radfahrer, darunter auch Menschen, die Hunden ansonsten eher ängstlich oder sogar ablehnend gegenüber stehen, reagieren meistens positiv und neugierig auf die Hundegespanne. Ein Grund dafür mag darin liegen, dass 'arbeitende' Hunde vor beispielsweise einem Bollerwagen eine für die Mitmenschen sichtbare Aufgabe erfüllen und daher eine größere Akzeptanz erfahren. In einem gesellschaftlichen Umfeld, in welchem die Hundehaltung nicht einfacher wird, sicherlich ein positiver Nebeneffekt.

Für und mit dem Hund zusammen ...                                                    FB         Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

... wollen wir unserem Hobby nachgehen und unsere Freizeit verbringen. Wir, das ist eine Gruppe von Hundebegeisterten - um das Wort Hunde"narren" nicht benutzen zu müssen - mit großen Hunden wie Landseern, Neufundländern und Berner Sennenhunden. Die Frage, welche uns zusammengeführt hatte, war:

 

"Wie sich mit einen Hund beschäftigen, für den es in unserer Gesellschaft eigentlich keine sinnvollen und artgerechten Aufgaben mehr gibt?
Was mit großen und schweren Hunden tun, die nur bedingt dazu geeignet sind, ihre Körpermasse über Hürden und Steilwände zu wuchten, sich durch enge Slalomstangen zu schlängeln, und die auch zur Schutzhundeausbildung oder die Jagd nicht prädestiniert sind?"